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Einblicke in das Asset Management der Vermögensverwaltung von Moventum

Aktualisiert: Nov 10

6 Fragen an Carsten Gerlinger CEFA / Head of Moventum Asset Management:


Moventum und Strack Investment verbindet eine fast zwei Jahrzehnte währende intensive, vertrauensvolle und zuverlässige Zusammenarbeit im Rahmen der Vermögensverwaltung. Moventum ist eine langfristige Konstante geworden. Seit 01.08.2021 ist Carsten Gerlinger neuer Head of Moventum Asset Management. Eine sehr passende und logische Entscheidung von Moventum. Herzlichen Glückwunsch!

Um unseren bestehenden und auch interessierten Kunden einen besseren und transparenteren Einblick in die Entscheidungen von Moventum an die Hand zu geben, haben wir ein paar ausgewählte Fragen an Herrn Gerlinger zusammengestellt. Nun aber haben Sie das Wort, Herr Gerlinger:



Was ist das Besondere an einer Vermögensverwaltung? Was macht die Vermögensverwaltung als Königsklasse aus?

"Eine Vermögensverwaltung ist eine Dienstleistung, bei der ein Kunde einen Vermögensverwalter damit beauftragt, sein Vermögen unter Vorgabe bestimmter Risikoparameter anzulegen und zu verwalten. Der Vermögensverwalter trifft dann die Anlageentscheidungen für den Kunden unter strikter Einhaltung der Vorgaben des Kunden. Die fortlaufende Überprüfung der Allokation sowie die ständige Überwachung der Risikoparameter stehen im Vordergrund unserer täglichen Arbeit. Bei Moventum haben wir von Beginn an einen klaren und transparenten 8-stufigen Industrieprozess etabliert, der jedes Quartal wiederholt wird. Jeder Schritt ist klar definiert, von der Informationsgewinnung über die Informationsverarbeitung bis hin zum Ergebnis, der Asset Allocation unserer Moventum-Strategien. Unsere Kunden werden darüber in einem vierteljährlichen Rhythmus informiert. Moventum Asset Management ist seit knapp zwanzig Jahren auf dem Markt und würde sich selbst als konservativen Vermögensverwalter bezeichnen. Die Kundengelder werden ausnahmslos in Fonds investiert, die zuvor von unserem Partner Fondsconsult sorgfältig analysiert und für gut befunden wurden. Unser Anlagehorizont beträgt mehrere Jahre. Diesen Anlagehorizont sollte im Übrigen auch der Kunde haben."


Warum wir „nur“ in Fonds und ETFs investieren und nicht in Einzelwerte?

"Wir sind der festen Überzeugung, dass sich eine Anlage in Einzelwerte als deutlich riskanter erweisen kann, was sich im Rückblick auch immer wieder zeigt.

Daher wurde Moventum vor 20 Jahren als Fondsplattform gegründet. Die Dienstleistung „Vermögensverwaltung auf Fondsbasis“ bieten wir nun bereits seit mehr als 18 Jahren an, seit April 2020 auch auf ETF-Basis.

Wer in Fonds und ETFs investiert, muss nicht auf eine gute Performance verzichten. Vielmehr bieten wir eine professionelle Vermögensverwaltung auch schon für kleinere Vermögen an. Durch die breite Streuung der Anlage innerhalb von Fonds und ETFs spielt die Höhe des Anlagebetrages keine Rolle mehr.

Das von Anlegern in Fonds und ETFs investierte Geld fällt unter die Kategorie der Sondervermögen. Wie der Name „Sondervermögen“ schon sagt, ist das angelegte Kapital der Fondsanleger vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft getrennt zu halten. Das bedeutet, dass diese Gelder rechtlich vor dem Zugriff der Investmentgesellschaft selbst oder sogar ihrer Gläubiger geschützt sind."


Welche Aufgabe hat Fondsconsult in der Zusammenarbeit mit Ihnen?

"Während Moventum Asset Management in erster Linie die gesamtwirtschaftliche Lage sowie die Aktien- und Anleihemärkte beobachtet und analysiert, kümmert sich Fondsconsult speziell um das Research von Investmentfonds. Die Kollegen von Fondsconsult führen jährlich über 500 Gespräche mit Fondsmanagern und analysieren die Fonds nach qualitativen und quantitativen Kriterien.

Fondsconsult ist ein eigentümergeführtes und unabhängiges Beratungsinstitut und zeichnet sich insbesondere durch eine jahrzehntelange Erfahrung in der neutralen Fondsanalyse aus.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Moventum Asset Management und Fondsconsult besteht seit knapp 20 Jahren. Fondsconsult berät uns bei der Auswahl der besten Fonds für unsere Anlagestrategien."


Sechs Billionen auf deutschen Sparkonten, Nullzins und Minuszinsen! Ihre spontanen Gedanken dazu...?

"Die Motive, warum Menschen unverzinst anlegen, können ganz verschieden sein. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, dass sie vor einer größeren Investition stehen. In diesem Fall macht es durchaus Sinn, das Geld zinslos zu parken.

Darüber hinaus gibt es genügend Menschen, die Angst vor einem Kapitalverlust haben und ihr Vermögen lieber unverzinst auf dem Konto stehen lassen. Es ist aber sicherlich auch so, dass viele Sparer gar nicht über die notwendigen Kenntnisse über Kapitalanlagen verfügen. Und es gibt schließlich auch diejenigen, die gar nicht die Zeit oder das Interesse haben, sich um Geldanlagen zu kümmern. Da kommen wir dann ins Spiel.

Wie wichtig aber eine sinnvolle Geldanlage ist, möchte ich mit folgendem Beispiel verdeutlichen. Wenn wir bis zum Jahr 2030 eine jährliche Inflationsrate von drei Prozent annehmen, so würde der Wertverfall eines Vermögens von heute 500.000 Euro bis dahin 118.792 Euro betragen. Dies bedeutet, dass das Vermögen im Jahr 2030 nur noch einen „Wert“ von 383.208 Euro hätte. Als Gegenbeispiel möchte ich die defensive Portfoliostrategie unseres Hauses anführen: Die Strategie hat einen Anteil von 30 Prozent Aktien und 70 Prozent festverzinslichen Wertpapieren. Die durchschnittliche Performance der vergangenen knapp 20 Jahre beträgt brutto 4,12 Prozent, die eines reines Aktienportfolios sogar 8,11 Prozent. Wer also einen langfristigen Anlagehorizont hat, braucht bei einer qualitativ hochwertigen Anlage keine Angst vor einem Kapitalverlust zu haben. Diese Angst wird dagegen zur absoluten Gewissheit, wenn er wie in dem genannten Inflationsbeispiel sein Geld nicht investiert und auf dem Konto stehen lässt."



Welche Punkte würden Sie vor allem an der Private Wealth Strategie hervorheben?

"Das Private Wealth Portfolio ist im Grunde ein sehr ausgewogenes, konservatives Multi-Asset-Portfolio. Die Strategie konzentriert sich darauf, Schwankungen möglichst gering zu halten. Der Kapitalerhalt steht hierbei im Vordergrund. Dabei sollte im Durchschnitt möglichst ein Ausgleich in Höhe der Teuerungsrate erzielt werden und der Anlagehorizont sollte mindestens fünf Jahre betragen. Der guten Ordnung halber möchte ich jedoch nicht unerwähnt lassen, dass bei der Private Wealth Strategie,wie bei allen anderen Kapitalanlagen auch, das Risiko einer negativen Wertentwicklung ebenfalls besteht."


Wie setzt Moventum das Thema Nachhaltigkeit um?

"Der Trend, nachhaltig zu handeln und zu denken, wird immer weiter zunehmen. Wer nicht nachhaltig sein will, wird früher oder später bei den Investoren durch das Raster fallen.

Aktuell (Oktober2021) sind wir je nach Strategie mit bereits bis zu 42 Prozent in Fonds investiert, die eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen und diverse Transparenzpflichten erfüllen. Da immer mehr Fondsgesellschaften bei ihren Investitionen auf Nachhaltigkeit setzten, wird der Anteil an Fonds, die eine solche Strategie verfolgen, immer weiter steigen.

So wird auch unsere Nachhaltigkeitsquote in den Moventum-Strategien entsprechend zunehmen. Zusätzlich muss die Politik dringend einheitliche Regeln und Richtlinien formulieren."


„Vielen Dank für das interessante Interview und danke für die vertrauensvolle Zusammenarbeit!“

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